desselben, dass kein Zug des Lächerlichen erscheine?Oder fordert cs meine Empfindung, jede Bewe-gung meiner Seele, die sich zum Lnchen neiget, zuunterdrücken, um nicht die epische Wirkung inmir zu schwächen? Fordert es die Würde epischerPersonen, dnß sie nicht lnchen, oder dnß ich nichtüber sic lnche? — Mir scheint die letzte Frage diefaßlichste: Lasset uns also die Sache am leichtestenEnde angreifen.
Fordert es die Würde epischer Personen, daßich nicht über sie lache? durchaus lache, so daßdies der Ton meiner Empfindung bleibe — werkann noch fragen? Aus der Epopee wird alsdanneine Burleske, ein komisches Gedicht: oder wenn
der Dichter es eigentlich nicht einmal zum Zweckehatte, Lachen zu erregen, und erregt es doch: soschafft er Eckel, Verachtung, Mißvergnügen. Wür-dig sey der epische 'Held; nicht aber seinem Haupt-charaktcr nach lächerlich.
Davon also war die Rede nicht; aber kann derHeld nicht hie und da eine Blöße verrathcn, dielächerlich sey? Ich bitte hier den Unterschied zwi-schen lächerlich und b e la c h cns w e r t h zubeobachten. So bald der Held auch nur in einerHandlung eine Seite giebl, die nicht anders, alsb e l a ch e n swc r t h, seyn kann; aber belachcns-wcrth nach Grundsätzen, und mit Rechte: freilichso hat sich der Dichter mit diesem Zuge selbst ge-schadet; denn nichts hebt die Würde seiner Personso sehr aus, als dieser Anstrich. Den Belachcns-werthen verachten wir zugleich: er dünkt uns niedrig: