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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
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Seite
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Arilischt Wälder.

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bürgerlichem Interesse, Sittsamkcit und Wohlständein allen diesen Seiten nachqespürct, wer Augen hat,um den Ort zu sehen, auf welchen ihn die zusammen-gesetzten Kräfte so vieler Iwischenjahrhundcrte ge-worfen haben, der wird in allem, was Charakter ei-ner Menschenseele ist, ungemein rückhaltend scyn.Er wird Homer, den Schöpfer menschlicher Charak-tere, studircn; er wird in den Zeiten desselben nachder damaligen Gestalt dieser so wichtigen Begriffeforschen: aber, wie ein Areopagit, im Finstern ur-theilen? Kaum!

Der Verfolg wird Beispiele liefern , wie schielendes scy, über den Ucbclstand Homerischer Götter undHelden und Menschen nach den Begriffen unsrerSeit zu urkheilen. Jetzt will ich nur fragen: ob

Homer habe fehlen können, daß er sich nach den Sit-ten seiner Zeit bequemtc? und nach welchen er sichdenn hatte richten sollen? *)

Homer mußte sich nach den Sitten der Zeit vorihm bequemen: denn aus dieser schilderte er seineHelden, und was er also in derselben für Begriffevon Heldengröße, Heldenklughcit und Wohlstandfand, ward die Basis seines Gedichts. Wenn dieseHeldengröße ohne Leibcsstarke, ohne Schnelligkeit,ohne Wildheit der Leidenschaft, ohne eine edle Ein-falt in klugen Anschlägen , ohne eine kühne Rauhig-keit nicht bestehen konnte: so wurden auch alle dieseCharaktere seinem Gedichte eigen.

Auf

*) kchist. tkomer. 4», 24.