Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 5 (1821) Kritische Wälder ; 2/3
Entstehung
Seite
14
Einzelbild herunterladen
 

Kritische Wälder.

^4

terbuche, und er wird vor einer Kritik zittern, dieihn drei tausend Jahre zurück, in eineck so frühenZeitpunkt der griechischen Sprache, als in welchemder Dichter ihrer Jugend, Homer, sang, werfenwill. Wenn schon zur Zeit Aristoteles gebohrneGriechen über einzeln' Wörter Homers zweifelhaftwaren: werden wir alsdann nicht weit oster, wenncs insonderheit auf Würde der Wörter ankommt,in der Sprache des ehrlichen Sancho Pausa sagenmüssen: Gott weiß, wie Homer hatte dichten sollen.Ich rede nicht von dem Sinne desselben, son-dern von dem Gefühle seiner epischen Würde in derSprache: und zum Behufs des letzter» reichen dievielen Hülfsmittel unter den Griechen selbst dazu,Homer beurtheilen zu wollen?

Ich gebe ein Beispiel, das ich brauchen werde.Das Wort hieß in den Zeiten der alten grie-

chischen Einfalt, überhaupt, was Freude, was Lachenerwecket, ohne daß dies Lachen der Freude noch einGelachter des Spottes seyn durfte. Das«n einem Menschen war der Charakter eines süßen, in-nigen Gefallens: das in einer Sache, in ei-

ner Rede, in einem Auftritte war Annehmlichkeit.Je mehr die Zeiten von ihrer unschuldige» Einfaltsbwichen; desto mehr wurde der Begriff des-cherlichen" daraus. Das j cinem mensch-

lichen Charakter ward dasPiquante des Witzlin-ges" und endlich ganz die Narrenkappe eines Gek-ken: das -'L-eoesi' in einem Auftritte warddas Lä-cherliche, und endlich, das BelacheNswürdige."Welche Umwandlung von Ideen! Wer nun in ei-nem alten Dichter der Einfalt das >§d.szop allemal