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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 4 (1821) Kritische Wälder ; 1
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Kritische Wälder.

gesagt, hat die Dichtkunst alsdann in Veranstaltungder Formen keine andre Einschränkung, als Wahr-scheinlichkeit und Gleichgewicht deS Konkrasts, näm-lich das scheinbare Schöne. Aber das Häßliche, einIngrediens des Lächerlichen bei dem Mahler? Kannder Mahler sein Häßliches in Kontrast des seyn wol-lenden Schönen setzen, daß das Lächerliche hervor-blickc? so wohl. Da dies aber selten ist, da selbstbei der geistreichsten Hogarthschen Kompositiondie Mahlcrei immer augenscheinlicher häßliche For-men, als den lächerlichen Kontrast durchhäßliche Formen schildert: so bleibt sie gleichsam zukörperlich, um dem Dichter des Lächerlichen folgen zukönnen. Der Dichter trifft den Geist des Lächerlichendurch das Häßliche; der Künstler bleibt am Körperdes Häßlichen kleben und die Hauptsache ist un-sichtbar. Jener stimmt meine Seele, und mein Mundlachet willig; dieser kitzelt mich häßlich, und ichsoll lachen!

Das Häßliche zum Schrecklichen? Nichts! inPoesie und Mahlerei nichts. Will aber der DichterAbscheu erregen: eine abscheuliche, bösartige,

grimmige Seele an sich schon wird sich durch häßlicheVerzerrungen äußern. Soll der Abscheu verstärktwerden; so gebe er ihr einen ganz häßlichen Körper:denn wie anders kann wohl das Wohnhaus seyn,das sie sich gebaut, indem sie so lange gewirket?Soll der Abscheu sich in Mitleid brechen; will derDichter in Entfernung eine Seele zeigen, die besserseyn könnte: so mildre er ihren Abscheu wenigstensdurch Strahlen ihrer guten Anlage, durch einen nicht