Kritische Wälder.
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Ariosi hätte entweder so nicht fragen sollen, oder ecmußte uns durch die Theile führen. — Nicht,daß wir nachher die Theile sammlen, zusammense-Hen; nicht, daß nachher die Phantasie streben soll,sich das Ganze Eines Kunstwerks zu denken; imSchildern selbst, im Durchführe» durch seine Tbeilehat er seinen Zweck erreichen wollen — ob er ihnerreicht? davon mag jeder denken, was er will;genug, er wollte ihn während der Energieerreichen.
Wenn der Dichter die Schönheit lieber in Wir-kung, in Bewegung, d. i. reizend vorstellet, sothut ers nicht, damit diese sich bewegende Schönheitdem sich bewegenden Verse entspreche; nicht, alswenn jeder Zug der Schilderung, der Form, Ge-stalt, und nicht Wirkung, nicht Bewegung ist, des-wegen unpoetisch würde H: sondern ich gencralisire
den Satz lediglich so: „jede Schilderung der Schön-heit wirke energisch," d. i. zu dem Zwecke desDichters, zu dem sie da ist, und dann während je-dem Zuge, den sie liefert. Hiernach möge sich Ariostverantworten: aber das Lessing'sche Gebot: „Schon-zeit des Körpers zeige sich bei dem Dichter blos„durch Wirkung, blos durch Bewegung," **) räumtzu viel auf.
Zu viel selbst in Homer; denn ich weiß wohlnicht, ob bei der ganzen Juno, wenn er sie nichtkörperlich, wenn er sie nur durch ein Beiwort schil-dern wollte, kein wirksamerer, kein reizenderer Zug
*) Laok. p. 217.
") p. 2lsi.