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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 4 (1821) Kritische Wälder ; 1
Entstehung
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205
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Erstes Wäldchen.

2tta

sey, als der, die weißlllbogichte Juno, (man erlau-be mir oaS ungeheure Wort:) ob dieser eine Zugder sey, durch den sie an der Handlung Thei! nehme,der durch ihren Körper Handlung bezeichne, u. s. f.So seine schönknieichte Briseis, und seine blauau-gichtc Pallas, und sein brettschulterichtec Ajax, undsein geschwindfußigcr Achilles, und seine schönhaa-rige Helena wo ist hier Wirkung, Bewegung,Reiz, Handlung? Immer ein schöner Zuruf andie Dichter *): ,,Mahlet uns daS Wohlgefallen, dieZuneigung, die Liebe, das Entzücken, welches dieSchönheit verursachet" (wenn dies nämlich dieEneraie eures Gedichts will!) so habt ihr dieSchönheit selbst geschildert, (nämlich, so fern ihrsie nach der vorigen Parenthese schildern müsset.)Nicht aber umgekehrt: ihr Dichter schildert keine

körperliche Schönheit; könnet ihr sie nicht durchgän-gig in Reiz, in Wirkung schildern; der Form nachmüsse euch kein Zug entwischen: der Gestalt nach

schildert sie nicht. So umgekehrt habe ich ausden Satz wenig Zutrauen.

Wer kann leugnen, daß in mancher Eedichtartder erotischen Poesie körperliche Schönheit geschildertwerden müsse, und wer muß nicht alsdann auchzugeben, daß manche Thcile di> scr körperlichen Schön-heit in Reiz, m Bewegung, nicht geschildert werdenkönnen? Einmal vorausgesetzt, daß Ariost einGemaklde seiner Alcina liefern sollte und wollte: wiekonnte er wohl ihre Nase, Hals, Zahne, Arme in

°) Lack. p. 2,h.