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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 4 (1821) Kritische Wälder ; 1
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203
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Erstes Wäldchen.

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Ariost, gieng nicht darauf aus, um hintennach zufragen: wie sah Helena, wie sah Alcina aus*)?

uns mit seiner Beschreibung ein vollständiges Bild zuhinkcrlassen, u. s. w. Er führt uns durch die Theile,um jeden derselben als schön anschaucnd zu machen,um, wenn wir alle Theile vergessen hätten, so vielanscheinend zu wissen: Helena, Alcina war reizend.Hat Ariost auf Lessing damit keine Wirkung ge-macht, so wird er vielleicht aus diejenigen seiner Lan-desleute Eindrücke machen, die die Schönheit in ei-ner Alcina wie in einer gehauenen Venus thcilwciseanzuerkcnnen gewöhnt sind: oder wenn Ariost selbsteine Alcina sähe, würde er vielleicht auf solchemWege Und überhaupt kann man hier aus einerVergleichung wenig folgern. Homer mahlt seine He-lena nicht **) ; warum? weil sic ihn nicht angehct,weil er von Anfang bis zu Ende seines Gedichts nichtzu der Frage Zeit hat:, wie sähe sic aus? sondernimmer, was trug sich hier und damit zu? Helenakommt, die Greise sehen sie: wie anders, als daß

sie fühlen und sagen mußten, was sie fühlten undsagten; nicht aber laßt Homer sie das fühlen und sa-gen , umdurch Wirkung anzuzeigen, daß Helena,^schön sey Ariost kingeqen, der Homer Ita-liens, der aber vom griechischen Homer Alles eher,als dies beständige Foctschcciten der Handlung hat,Ariost, der sein ganzes Gedicht durch nicht das Werkzu seiner Manier macht: Es ward, es ward, es

ward, sondern auches war/' undwie war es?"

Laokoon p. 20h.

*') Laok. p. 2o>. 2>5.