Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 4 (1821) Kritische Wälder ; 1
Entstehung
Seite
195
Einzelbild herunterladen
 

Erstes Wäldchen.

tgö

für ein frostiges Spielwerk erkannt worden, zuwelchem wenig, oder gar kein Genie gehört." *)Von diesen feinsten Richtern werden angeführt: Ho-ra;, Pope, Kleist, Marmontel; mich dünkt aber,daß sic für Lessing nicht so ins Unbestimmte hin be-weisen. Hora; am angeführten ?^rte**), schilt nichtdie für poetische Stümper, die einen Hain, Altar,Bach, Strom u. s. w. mahlen, sondern am un-rechten Orte mahlen:

lucsxtis zravibus plernrnigne et inaxnaprolessis

kurpureus, late ^ul spleucleat, unus et alter

As^uitur xsuuus; cuiu lucus et ara Diairae ete,

Aut kluiueu Kbeuuiu, aut xluvlus clescriblturarcu?»

8eel nunc uou erat bis loeus-

Pope erklärte ein blos mahlendes Gedichtfür ein Gastgeboc auf laucer Brühen; damit aberhat er ja nichtjedes ausführliche Gcmahlde körper-licher Gegenstände, das nur ohne den HomerischenKunstgriff erschiene, für ein frostiges Spielwerk oh-ne Genie erklärt. Der Hr. von Kleist, dünkt mich,wollte in seinen Früpling eine Art von Fabel legen,(ein Plan ist sofern schon darin, daß sein Gedichtnicht eine Menge von Bildern, die er aus dem un-endlichen Raume der verjüngten Schöpfung blos auf

*) Laok. p. r.73. '.

**) Ok! arte Pootlva V, ils.

N 2