die noch aber immer Poesie blieben. Ein Sänger,(z/.-XsTvowr) „nd ein lyrischer Mahler, (oi^oTrowr)Anakreon und Pindar, stehe also gegen den Ge-schichtsdichter (Ln-oera«??) Homer.
Homer dichtet erzählend! „es geschah! es„ward!" bei ihm kann also alles Handlung seyn,und muß zur Handlung eilen. Hierhin strebt dieEnergie seiner Muse: wunderbare, rührende Be-gebenheiten sind seine Welt: er hat das Schöpf-ungswort: „es ward!" Anakreon schwebt zwischen
Gesang und Erzählung: seine Erzählung wird einLiedchen, sein Lied ein e?rsx des Liebesgottes. Erkann also seine Wendung: „es war!" oder „ich„will" oder „du sollst!" haben — genug, wennsein ^.L?>.05 von Lust und Freude schallet: eine froheEmpfindung ist die Energie, die Muse jedes seinerGesänge.
Pindar hat ein großes lyrisches GeMahlde,ein labyrinthisches Odengebaude im Sinne, daseben durch anscheinende Ausschweifungen, durch Ne-benfiguren in mancherlei Licht ein energisches Ganzeswerden; wo kein Thcil für sich, wo jeder auf dasGanze geordnet, erscheinen soll: ein : ein poe-tisches Gemahlde, bei dem überall schon der Künst-ler, nicht die Kunst, sichtbar ist. „Ich singe!"
Wo mag nun Vergleichung Statt finden? DasJdcalganzs Homers, Anakreons, Pindars, wie ver-schieden ! wie ungleich das Weck, worauf sie arbei-ten! Der Eine will nichts als dichten: er erzählet:er bezaubert; das Ganze der Begebenheit ist seinWerk: er ist ein Dichter voriger Zeiten. Der An<