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Kritische Wälder.
Der Schild Achilles *) wird unter der HandVulkans: warum wird er? Natürlich, weil erwerden soll! Achilles hat Waffen nöthig: The-tis flehet Vulkan darum an: er versprichts, stehtauf, arbeitet — warum soll er nicht arbeiten? Imganzen Homerischen Gedichte sind Götter wirksam:ihre Auftritte wechseln mit den Auftritten der Men-schen ab: nun ist Nacht: die Handlung steht: Vul-kan haben wir so lange nicht gesehen: seitdem er alshinkender Mundschenke der Götter erschien: Achil-
les hat seine Waffen mit Patroklus verloren; nungehe Thetis zum Vulkan, nun kann Vulkan schmie-den: der Schild ist werdend. — Die ganze Scenegehört zur Handlung des Gedichts, zum Gange derEpopee, und ist keine Figur, die aus seinem Poemvorrufe, keine Besonderheit der Homerischen Ma-nier. Im Werden, in der Schöpfung des Schil-des liegt ja hier alle Kraft der Energie, der ganzeZweck des Dichters. Bei jeder Figur, die Vulkanaufgräbt, bewundere ich den schaffenden Gott, beijeder Beschreibung der Maaße und der Fläche er-kenne ich die Macht des Schildes, das dem Achil-les wird, auf welches der in das Interesse derHandlung verflochtene Leser so sehnlich, als Thetis,wartet. —
Kurz: ich kenne keine Succesflonen in Homer,die als Kunstgriffe, als Kunstgriffe der Noch, ei-nes Bildes, einer Schilderung wegen da seyn soll-ten : sic sind das Wesen seines Gedichts, sie sind der
*) Ilisä. 7 . 497. eie.