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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 4 (1821) Kritische Wälder ; 1
Entstehung
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seinen Pfeilen umherflattcrt, wenn man den Grie-chen und Römern eine ganze Nomenklatur von Lie-besausdrücken abgeborget hat, und diese endlich so-gar in Briefe zwischen Mannspersonen ausschüttet:so verliert sich das Spiclwerk von der Würde, ichwill nicht sagen einer Heldenseele, sondern nur desgesunden Verstandes völlig ab, und wird fader Un-sinn. Oder wenn endlich gar der gothische Ton derLiebe aus den Mittlern Zeiten der Ritter und Riesenmit der süßen Artigkeit unsrer Zeiten in Eins zu-sammenfließt: so wird alsdann der herzbrechende Pa-renthprsus, die weinerliche Galanterie daraus, vonder fürwahr! ein griechischer Held, mit aller seinerEmpfindbarkeit für die Schwachheiten menschlicherNatur, eben so viel wußte, als der weise Sokratesvon der Klosterheiligkeit der Kapuciner.

Uebcrhaupt: da die Scene des menschlichen Le-bens noch mehr ins offene Auge fiel: da die Ge-schäfte der Welt noch nicht so verwickelt und fein,aber um so verdienstvoller für die Menschheit seynmochten: da die Nutzbarkeit und Geschicklichkeit undTugend noch nicht in so krummen Linien zu berech-nen, sondern menschlich war: da zog das Menschen-gefühl auch die Gemüther noch mehr zusammen ; unddie Gräber der Guten des Landes forderten die Thro-ne des Helden. Einfacher und mehr zum Augen-schein war das Leben des Andern, und also seineTugenden und Verdienste auch treffender an dasHerz; denn ein Held, ein Staatskluger, ein Ver-dienstvoller , ein Weiser, so wie ihn die alte Zeitforderte und bildete, konnte doch eher eine mensch-liche Thrane hervorloifen, als ein General nach der