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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 4 (1821) Kritische Wälder ; 1
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X Vorrede.

lurrrn ohne Genuß unter den Hcrderischcn Schriftenaufflellen!

Das Beste schien, einen Mittelweg einzuschla-gcn ; ob ich ihn getroffen habe, ist eine andre Kroge;ich beschloß, dem Gefühl des Schicklichen und An-ständigen zu folgen, das sich allerdings auch in Streit-schriften, selbst in einer sonst bitkern Kritik, zum Rich-ter nehmen läßt. Daß ungesitteter Spott, hämischesHohngelachter, Pöbelsprache und alles, weßwegenein Kritiker aus einer guten Gesellschaft binausgewie-scn zu werden verdiente, in keiner Kritik statt findet,versieht sich von selbst; davon kann unter gebildetenMenschen die Frage nie fern; und davon war in derHerder'schcn Kritik nicht leicht eine Spur. Jenes Ge-fühl gehet aber ungleich weiter, es empört sich gegenalles Persönliche, mißbilliget alles, was nicht bloßTadel der Sache ist, was nur beleidiget, nichts be-richtiget, aufklart, verbessert; was den Verdacht bö-sen Willens oder der Absicht schaden und kränken zuwollen, auch nur von weitem ahnen lassen, oderauchnur Mangel von Beherzigung der Folgen für Ehreund Glück des Andern verrathen konnte. So, dachteich mir, würde Herder verfahren haben; erwürbedas, was sich nicht mit dem Sittlich-Schicklichen ver-einigen ließ, ausgestrichen; höhnende Steilen gemil-dert; kränkende Beywörter entfernt; Harke Ausdrückemit gelinderen verkauft.)! haben. So nahm ich nurvor zu verfahren, und so zu verfahren glaubte ich denManen des seligen Freundes schuldig zu sevn. Indieser Meynung sah ich mich durch den Vorgang des wür-digen W i e l a n d s bestärkt, von dem bereits das er-ste Wäldchen eine Durchsicht erhalten hatte; ich fand