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da sie sagten, Der, den ich als den guten Carlo gekannt hatte,würde in Venedig verfolgt als der verabscheute Jacopo! Aber esist vorüber, gelobt sei die Mutter Gottes!"
„Du bist diesem vernrthciltcn Manne verlobt?"
Gclsomina's Wange ward nicht röther bei dieser abspringendenFrage, denn zu heilig für die gewöhnliche Schwäche ihres Geschlechtswar das Band geworden, welches sie mit Jacopo vereinigte.
„Ja, Hoheit. Wir hätten uns geheirathet, wenn eS Gott unddiesen großen Senatoren, die so vielen Einstuß aus das Schicksalder Armen haben, gefallen hätte —"
„Und du bist noch jetzt, da du den Mann kennst, Willens,dich einem Jacopo anzutranen?"
„Weil ich ihn so kenne, wie er ist, großer Doge, darum mußich ihn ehren. Er hat dem Staate seine Zeit und seinen guten Rufverkauft, um seinen gefangenen Vater zu retten, und darin seh' ichnichts Abschreckendes für Die, welche er liebt."
„Die Sache bedarf der Erklärung, Karmeliter. Das Mädchenhat eine erhitzte Phantasie und verwickelt, was sie entwirren will."
„Erlauchter Fürst, sie wollte sagen, daß es der Republik ge-nehm war, dem Sohne den Besuch bei seinem Vater zu »erstattenund ihm Hoffnung zu dessen Befreiung zu machen, unter derBedingung, daß der junge Mann sich zum Vortheil der Polizei füreinen Bravo ausgab."
„Und für diese unglaubliche Geschichte bürgt Euch nichts, alsdas Wort eines verurtheilten Verbrechers?"
„Der vor seinen Augen nichts sieht, als den Tod. Es gibtMittel, die Wahrheit klar zu durchschauen, und sie sind Denenbekannt, welche oft sterbenden Büßern bcistchen, unbekannt aberden weltlichen Menschen. Jedenfalls, Signor, ist die Sache derUntersuchung werth."
„Darin hast du recht. Ist die Stunde zur Hinrichtung be-stimmt?"