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wie die deinige ist, die Ohren verschließen sollte! Vertrau' vorAllem deinem Gotte — und glaube, daß dieß treue Mädchen sowenig als ich einen letzten Versuch zu deiner Rettung versäumenwerden."
Jacopo nahm diese Versicherung hin, wie ein Mann, der anWagnisse gewöhnt ist. Aber in seinem Lächeln beim Abschiedemischte sich Unglauben und Schwermuth. Zugleich glänzte jedochdarin doch die Freude eines erleichterten Herzens.
Dreißigstes Kapitel.
Euer Herz
Ist frei, und eifrig will's mit edlem ZornDen Schein verklagen; denn es steht VerbrecherIm Schatten geh'» der Unfchuld.
Werner.
§ie Schließer erwarteten den Karmeliter und Gelsomina, undverwahrten, sobald diese fort waren, die Thür für die Nacht. Da sienichts weiter mit den Leuten vom Gefängnisse zu thun hatten, so ließman sie ungestört gehen. Aber am Ende des Korridors, welcher zuden Gemächern des Hauswarts führte, blieb der Mönch stehen.
„Fühlst du dich stark zu einem großen Unternehmen, das denUnschuldigen retten könnte?" fragte er schnell, und doch mit sofeierlichem Tone, daß sich darin die Wichtigkeit seines Vorhabenserkennen ließ.
„Vater!"
„Ich möchte wissen, ob deine Liebe zu dem jungen Mannedich mit Muth genug beseele zu einem gewagten Versuche. Dennohne einen solchen muß er unvermeidlich sterben."
„Ich wollte sterben, um Jacopo einen Seufzer zu ersparen."
„Täusche dich nicht selbst, meine Tochter! Kannst du deinemgewöhnlichen Benehmen entsagen; die Aengstlichkeit, welche dein