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blick gehabt, als da ich den Herzog von Sant' Agata seine schöneund vor Freuden weinende Braut an sein Herz drücken sah."
Die Inquisitoren waren überrascht durch den stillen Enthusias-mus des Bravo, und die Verwunderung erregte wieder eine Pause.Endlich nahm der Aelteste von den Dreien das Verhör wieder ans.
„Wirst du uns die Art ihres Entkommens mittheilen, Jacopo?"fragte er. „Bedenke, dasi du noch ein Leben zu retten hast."
„Signore, dieses eine ist kaum der Mühe werth. Aber euchzu Gefallen soll Nichts verschwiegen bleiben." Jacopo erzählte nuneinfach und ungeschminkt die Mittel, welche Don Camillo zur Bc-wcrkstclligung seiner Flucht angewcndet hatte, die Hoffnungen der-selben, die Hindernisse und das endliche Gelingen. Er verheimlichtenichts bei dieser Erzählung, als den Ort, wo die Damen auf kurzeZeit eine Zuflucht gefunden hatten, und Gelsomina's Namen. SogarGiacomo Gradcnigo's Anschlag auf das Leben des Neapolitanersund die Geschäftigkeit des Juden in dieser Sache machte er kund.Keiner hörte den Bericht so aufmerksam an, als der junge Ehemann.Unbeschadet seiner öffentlichen Pflichten, klopften seine Pulse, als derGefangene bei den wechsclvollen Schicksalen der Liebenden verweilte,und als endlich ihre Vereinigung erzählt ward, hüpfte sein Herzvor Freuden. Auf der andern Seite hörten seine verschmitzterenKollegen die Erzählung des Bravo mit berechnender Kälte. Allekünstliche Verfassungen bewirken eine Unterordnung der Gefühle unterden Geschäftsgang. Uebereinkunft und Heuchelei treten an die Stelleder Leidenschaft und des geraden Handelns, und wie der Muselmannbei seiner Vorherbestimmungslehre, beruhigt sich Niemand leichterbeim Mißlingen seines Vorhabens, als wer der Natur und der Ge-rechtigkeit die Arglist entgegenzustellen hat; seine Resignation istgemeiniglich so entschieden, wie seine vorgäugigc Anmaßung uner-träglich war. Den beiden Senatoren ward auf einmal klar, daßDon Camillo und seine schöne Gefährtin ihrer Macht entronnenwären, und sogleich sahen sie ein, daß man aus der Nothwcndigkcit