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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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Er tröstete sich mit dem Ersätze, Signore, den ihm die Liebeder jungen Tiepolo und deren Reichthümer bieten."

Abermalige Bewegung unter den Dreien, welche alle ihreGeübtheit in der Selbstbeherrschung und die mechanische Gravitätihres geheimnisivollen Amtes nicht zurückznhalten vermochte.

Die Schließer sollen sich entfernen," sagte der Inquisitor imScharlachkleidc. Sobald der Gefangene mit den Dreien und ihremimmerwährenden Sekretär allein war, ging das Verhör fort, undselbst die Senatoren, im Vertrauen ans ihre Masken und einigeVerstellung der Stimme, sprachen gelegentlich mit.

Es ist ein wichtiger Aufschluß, den du uns gegeben hast,Jacopo!" fuhr der im rothen Kleide fort.Es kann noch deinLeben retten, wenn du klug genug bist, die Gelegenheit zu be-nutzen."

Was wünschen Ew. Excellenz von mir? Offenbar hat derRath Kenntniß von Don Camillo's Flucht, und ich kann nichtglauben, daß Augen, die so selten sich schließen, die Erbin vonTiepolo noch nicht vermißt haben sollten."

Beides ist wahr, Jacopo. Aber was weißt du von denMitteln zur Flucht? Bedenke, daß dein eigenes Schicksal von derGunst abhängt, welche du dir bei dem Rathe erwirbst."

Der Gefangene ließ wieder einen von jenen erstarrendenBlicken über sein Gesicht leuchten, vor welchem seine Richter jedes-mal niedersahen.

An Mitteln zur Flucht kann es einem kühnen Liebhaber nichtfehlen, Signore," erwiederte er.Don Camillo ist reich, und konntetausend Diener in Bewegung setzen, wenn es nöthig war."

Du suchst auszuweichen. Es ist dein eigener Nachtheil, wenndu den Rath zum Besten hast! Welche Diener benutzte er?"

Er hatte eine ihm ergebene Dienerschaft, Excellenz. vieledreiste Gondeliere und Leute aller Art."

Von diesen wollen wir nichts wissen. Er ist durch andere Mittel