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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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Vater!" wiederholte er lauter.

Das Athmen wurde hörbarer; daraus sprach der Gefangene:

Die heilige Maria erhört mein Flehen," sagte er mit schwacherStimme.Gott hat dich mir geschickt, mein Sohn, mir die Augenzuzudrücken."

Verläßt dich deine Kraft, Vater?"

Sehr; mein Stündlcin ist gekommen ich hatte gehofft, dasTageslicht wiederzusehcn, deine theure Mutter und Schwester zusegnen Gottes Wille geschehe!"

Sie beten für uns Beide, Vater. Sie sind nicht mehr in derGewalt des Senates."

Jacopo ich versteh' dich nicht!"

Meine Mutter und Schwester sind todt, sind Heilige im Him-mel, Vater!"

Der alte Mann stöhnte, denn die Bande der Erde waren nochnicht ganz gelöst. Jaeopo hörte ihn ein Gebet murmeln und knieteneben sein Bett nieder.

Das ist ein plötzlicher Schlag!" sprach der alte Mann leise.Nun, so scheiden wir zusammen."

Sie sind längst todt, Vater."

Warum hast du mir das nicht früher gesagt, Jacopo?"

Hattest du nicht ohnehin des Grams genug? Jetzt, da duim Begriff stehest, zu ihnen zu gehen, wird es dir Freude machen,zu erfahren, daß sie schon lange selig sind."

Und du,^du wirst allein Zurückbleiben gib mir deineHand armer Jacopo."

Der Bravo griff hin und faßte die schwache Hand seines Va-ters. Sic war steif und kalt.

Jacopo!" fuhr der Gefangene fort, denn sein Geist hielt nochden Körper,ich habe dreimal seit einer Stunde gebet einmalfür meine eigene Seele einmal für den Frieden deiner Mutter und endlich auch für dich!"