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„Signore, das war er — ein braverer und ehrlicherer Mannhat nie ein Netz in den Golf geworfen."
„Ist er ein Opfer seines Berufs geworden?"
„6o8p6tln tliLsLvo! Niemand weiß recht, wie er um's Lebengekommen ist. Einige sagen, St. Marcus habe ihn gern bald wollenin's Paradies befördern, Andere meinen wieder, er sei durch dieFaust eines Bravo, Namens Jacopo Frontoni, gefallen."
„Warum sollte ein Bravo sich an dem Leben eines solchenMannes vergreifen?"
„Wenn Ihr so gütig wäret, Signore, Euch selber auf EureFrage zu antworten, so spartet Ihr mir einige Mühe. Freilich,warum sollte er?" Sie sagen, Jacopo sei rachsüchtig, und Schamund Verdruß über seine Niederlage in der Regatta durch einen soalten Mann, seien die Ursache."
„Ist er so eifersüchtig aus seine Ehre im Rudern?"
„Diamine! Ich habe die Zeit gesehen, wo Jacopo lieber ge-storben wäre, als im Wettfahren zu verlieren. Das war jedochehe er das Stilett führte. Wäre er beim Ruder geblieben, so konntedergleichen geschehen; nun aber, da er einmal als Bravo bekanntist, hat es gar keinen vernünftigen Anschein, daß er so gewaltig andem Weltpreise auf den Kanälen hängen sollte."
„Kann der Mann nicht zufällig in die Lagunen gefallen sein?"
„O ja, Signore! Das begegnet unser Einem alle Tage. Aberdann däucht es uns gescheidter, zum Boote zu schwimmen als zuertrinken. Der alte Antonio hatte einen Arm in seiner Jugend,der ihn vom Quai bis zum Lido trug."
„Vielleicht hat er sich im Fallen verletzt, so daß er unfähigward, sich selbst zu helfen."
„Da müßten sich Spuren zeigen an der Leiche, Signore!"
„Würde aber nicht Jacopo sein Stilett gebraucht haben?"
„Vielleicht nicht bei einem Manne wie Antonio. Man fanddas Boot des alten Mannes in der Mündung des großen Kanals,