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bestimmte Aufklärung über ihr Vorhaben, setzten die Senioren desRathes die Unterredung fort, bis die Stunde der Zusammenkunftim Paläste des Dogen nahe war. Da trennten sie sich einzeln, wiesie znsammengekommen waren, damit das Geheimniß ihres officiel-lcn Charakters keinem uneingeweihten Auge sich enthüllte.
Der gewandteste von den Dreien besuchte eine GesellschaftAdeliger, welche vornehme und schöne Damen mit ihrer Gegenwartbeehrten, schlüpfte aber bald darauf hinweg, ohne daß die Gesell-schaft wußte, wohin. Der Andere eilte an das Todbctte einesFreundes, und sprach dort lange und vortrefflich mit einem Möncheüber die Unsterblichkeit der Seele und die Hoffnungen eines Christen.Als er ging, gab ihm der gute Mann seinen Segen, und die Familiewar ganz voll von seinem Lobe.
Signor Soranzo gab sich den Ergötzungen seines Familien-kreises bis zum letzten Augenblicke hin. Donna Giulietta war zu-rückgekommen, von der Seeluft belebt, frischer und liebenswürdigerals jemals, und in seinen Ohren klang noch ihre süße Stimme,noch das tönende Lachen seiner Erstgebornen, des blühenden, lockigenMädchens, als ihn sein Gondelier schon unter der Brücke des Rialtoan das Land setzte. Hier maskirte er sich, nahm seinen Mantel umund ging mit dem Strome der Menge durch die engen Gaffen nachdem St. Marcusplatze. Einmal im Gewühle, war von zudringlicherBeobachtung nicht mehr viel zu fürchten. Die Verkleidung warden venetianischen Oligarchen eben so oft nützlich als sie unentbehr-lich war, ihrem Despotismus zu entgehen und dem Bürger dieStadt leidlich zu machen. Paolo sah gebräunte baarfüßige Lagunen-Männer hin und wieder in die Kathedrale treten. Er ging eben-falls hinein und stellte sich neben den schwacherleuchteten Altar, wonoch immer Seelenmessen für Antonio gelesen wurden.
„Ist dieß einer von deinen Kameraden?" fragte er einenFischer, dessen dunkles Auge das Licht wiederblitzte, wie einBasiliskenblick.