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nachzugehen? Er hat der Dame große Dienste geleistet in ihrerNoth, und daß junge Leute Neigung für einander haben, ist nichtsNeues."
„Venedig hat seine Neigungen so gut, wie der Jüngste von unsAllen, Signor."
„Aber Venedig kann die junge Erbin doch nicht heirathen."
„Freilich nicht! St. Marcus muß sich damit begnügen, dieStelle eines klugen Vaters zu ersetzen. Ihr seid noch jung, SignorSoranzo, und Donna Giulietta ist eine Dame von seltener Schön-heit. Seid ihr Beide erst etwas älter geworden, werdet ihr Staa-tenschicksal sowohl, als Familienglück ganz anders ansehen. Aberwir verschwenden unseren Athen: unnütz in dieser Sache, da unsereAgenten noch nicht berichtet haben, ob sie beim Nachsetzen glücklichgewesen sind. Die dringendste Angelegenheit ist jetzt die Verfügungüber den Bravo. Hat Euch seine Hoheit den letzten Brief SeinerHeiligkeit des Papstes in Betreff der aufgefangenen Depeschen ge-wiesen, Signore?"
„Allerdings. Unsere Vorgänger haben eine begütigende Ant-wort erlassen, dabei muß es sein Bewenden haben."
„So wollen wir denn ungehindert Jacopo Frontoni'S Sachevornehme». Es wird aber nöthig sein, daß wir im Zimmer derInquisition zusammenkommen, um den Gefangenen mit seinen An-klägern zu konfrontiren. Es ist ein wichtiges Verhör, Signori,und Venedig würde sehr in der Achtung der Menschen verlieren,wenn nicht das höchste Tribunal an der Entscheidung Antheilnähme."
„ZumBlockmit dem Schurken!" rief Signor Soranzo wieder.
„Dich Schicksal kann ihn vielleicht betreffen, oder etwa gardie Strafe des Rades. Eine reiflichere Erwägung wird uns sehraufklären über den Gang, welchen die Staatskunst hierbei vor-schreiben mag."
„Es kann die Staatskunst nur Einen Weg haben, wenn das