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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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qnisition während seines langen Lebens zusammengeführt, ward wohlausgenommen und mit ähnlichen Höflichkeiten beantwortet.

Es scheint, daß der würdige Signor Alessandro Gradenigounter unfern Vorgängern war," fuhr er fort, unter einigen Papierenblätternd. Denn obgleich die Drei, welche den Rath bildeten, solange sie im Amte blieben, Niemanden bekannt waren, außer einigenwenigen Sekretären und Beamten, so überlieferte die venetianischeStaatsklugheit ihren Namen doch ihren Nachfolgern und so ab-wärtsein braver Edelmann und dem Staate sehr ergeben!"

Die Anderen stimmten bei, als Männer, die gewohnt find,vorsichtig zu reden.

Wir hätten unseren Berus beinahe in einem stürmischen Augen-blick antreten müssen, Signori," bemerkte der Dritte;doch ge-winnt es den Anschein, als sei dieser Aufstand der Fischer bereitsgedämpft. Ich glaube, die Schufte hatten einigen Grund, mißtrauischgegen die Regierung zu sein."

Die Sache ist glücklich beigelegt," versetzte der Senior derDreie, der sehr geübt war in der Kunst, Alles zu vergessen, wasdie Politik nicht gern aufbewahrt haben mochte, sobald die Sachedurchgesetzt war.Die Galeeren müssen bemannt sein, sonst wirddie Republik bald sich schämen müssen, den Kopf zu erheben."

Signor Soranzo, welcher einige vorläufige Belehrungen überseine neuen Pflichten erhalten hatte, blickte schwermüthig vor sich hin,aber auch er war nun das Geschöpf eines starren Systems.

Haben wir dießmal über irgend einen dringend wichtigenGegenstand zu berathen?" fragte er.

Signori, wir haben Ursache, anzunehmen, daß die Republikso eben einen schweren Verlust erlitten hat. Ihr kennt beiderseitsdie Erbin von Tiepolo, wenigstens dem Ruse nach, wenn auch ihre einge-zogene Lebensweise euch ihre nähere Bekanntschaft nicht machen ließ.

Donna Giniletta ist voll vom Lobe ihrer Schönheit," sagteder junge Gatte.