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Ein Hoffnungsstrahl glänzte in dem Auge des alten Gefangenen,als er diesen wahnsinnigen Vorschlag anhörte, aber der Ausdruckseines Gesichts ging sogleich in Mißtrauen an die Möglichkeit über.
„Du vergissest Die droben, Sohn."
„Ich denke nur an Einen wahrhaft droben, Vater."
„Und dieß Mädchen, wie kannst du hoffen, sie zu hintergehen?"
„Sic wird an deiner Stelle bleiben — sie ist im Herzen dieunsrige und wird sich zu einem scheinbaren Gewaltstrcich hergebcn.Verspreche ich umsonst in deinem Namen, beste Gelsomina?"
Das erschreckte Mädchen, welches nie zuvor einen solchen Aus-bruch der Verzweiflung bei ihrem Gefährten gesehen hatte, warsprachlos ans ein Stück des Hausraths gesunken. Der Gefangenesah von der Einen znm Anderen, dann machte er eine Anstrengungaufzustehen, fiel aber vor großer Schwäche sogleich wieder zurück.Da sah Jacopo erst, wie unausführbar in vielerlei Beziehungen daswar, was er in einem Augenblicke der Verzweiflung vorgeschlagcnhatte. Es folgte eine lange Panse. Jacopo's schweres Athmcnließ allmählig nach und sein Gesicht nahm wieder die gewöhnlicheruhige und gesammelte Miene an.
„Vater," sagte er, „ich muß dich verlassen, unser Elend istseinem Ende nah'."
„Wirst du mich wieder besuchen?"
„Wenn es die Heiligen vergönnen.— Deinen Segen, Vater!"
Der Greis faltete seine Hände über Jacopo's Haupte undsprach leise ein Gebet. Nach dieser frommen Pflicht waren der Bravound Gclsomina einige Zeit geschäftig, für die Bequemlichkeit desGefangenen zu sorgen. Dann gingen sie mit einander. Jacoposchien mit schwerem Herzen aus der Nähe des Vaters zu scheiden.Es war, als hätte eine trübe Ahnung seine Seele erfüllt, daß dieseverstohlenen Besuche bald aufhören würden. Nach kurzem Zögernjedoch gingen sie nach den unteren Zimmern hinab, und da Jacopoden Palast zu verlassen wünschte, ohne wieder das Gesängniß zu