„Nicht eine Zcchine. Das würde nur dem Mädchen die Phan-tasie mit Mitleid und Hoffnung erhitzen. Nimmst dn die Bedin-gungen an, Jacopo?"
„Ja."
„So rudere zum Lido. Unter den Gräbern von Hosea's Volke— was zupfst du mich am Acrmel, Jude? denkst du einen Manndieses Charakters mit einer schäbigen Lüge zu hintergehcn?— Alsounter den Gräbern von Hosea's Volke wirst du Don Camillo nochin dieser Stunde antreffcn. Ein erdichteter Brief von der Dame,der wir Beide nachgchen, hat ihn getäuscht, und er wird alleinsein, weil er ans Flucht denkt. Diese wirst du auch, hoffe ich, be-schleunigen, wenigstens für den Neapolitaner. Verstehst du mich?"
„Vollkommen, Signore."
„Genug, du kennst mich, und dein Lohn wird von der Art ab-hängen, in welcher du mir dienst. Hosea, unser Geschäft ist ans."
Giacomo Gradenigo machte seiner Gondel ein Zeichen, sich zunähern; er ließ einen Beutel fallen, der das Miethsgeld für dasblutige Geschäft enthielt, und stieg ein, mit der Gleichgültigkeit einesMenschen, der daran gewöhnt worden, solche Mittel zur Erreichungseines Zweckes für erlaubt zu halten. Nicht so Hosea; er war mehrSchurke als Bösewicht. Die Erhaltung seines Darlehens, unddie Aussicht ans eine noch größere, von Vater und Sohn ihm zu-gcficherte Summe, wenn Letzterer in der Bewerbung um Violett«Glück hätte, waren eine zu unwiderstehliche Lockung für einen Mann,der zeitlebens von seinen Mitmenschen verachtet, sich bei dem meu-chelmörderischen Plan damit tröstete, daß er ihm zu denjenigen Le-bensgenüssen verhelfen würde, nach welchen Christen und Juden aufgleiche Weise Verlangen tragen. Dennoch erstarrte ihm das Blut,daß Giacomo die Sache so weit treiben wolle, und er lauerte, demBravo noch ein leises Wort beim Abschiede zu sagen.
„Du hast den Nus für ein sicheres Stilet, ehrlicher Jacopo.Eine Faust, wie die deinige, muß eben so gut blos verstümmeln als