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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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tödten können. Versetze dem Neapolitaner einen wackeren Stoß,aber schone sein Leben. Auch der Führer eines öffentlichen Dolches,wie dn, wird darum nicht schlechter bestehen, wenn der Messiaskommt, daß er bei Gelegenheit seine Kraft gespart hat."

Du vergissest das Gold, Hosea!"

Vater Abraham! Was bekomm' ich für ein schwach Gedächtnißin meinen alten Tagen! Du hast recht, achtsamer Jacopo; das Goldsoll aus jeden Fall gezahlt werden das heißt, wenn nur die Sache sogemacht wird, daß mein junger Freund seinreiches Mädchenbekommt."

Jacopo machte ein Zeichen der Ungeduld, denn er sah ebeneinen Gondelier schnell einem gesonderten Orte des Lido zufahren.Der Jude lief seinem Gefährten nach und das Boot des Bravoschoß fort. Es dauerte nicht lange, so hielt cs an dem Strandedes Lido. Mit schnellen Schritten eilte Jacopo demselben Begräb-nißplatze zu, auf welchem er dem nämlichen Manne, den er jetzt zumorden abgcschickt war, seine Bekenntnisse gemacht hatte.

Bist du gesendet mich hier zu treffen?" fragte Jemand, dersich hinter dem Sandhügel erhob, vorsichtigerweise aber seinenDegen verhielt.

Ja, Herr Herzog," cntgegnete der Bravo, die Maske abnehmend.

Jacopo! das ist besser als ich hoffen konnte! Hast du Nach-richten von meinem Weibe?"

Kommt mit, Don Camillo, Ihr sollt sogleich bei ihr sein."

Einer weiteren Unterredung bedurfte es nicht, bei solchemVersprechen. Erst als Beide in Jacopo's Gondel und auf dem Wegenach einer von den Passagen des Lido, welche dem Golf zuführt,sich befanden, fing der Bravo zu erzählen an. Er war schnell da-mit fertig und vergaß auch nicht Giacomo Gradenigo's Anschlaggegen das Leben seines Zuhörers.

Die Feluckc, welche schon vorher von den Polizeibeamten selbermit dem erforderlichen Passe versehen worden war, hatte den Hafenmit leichtem Segel auf demselben Wege verlassen, der die Gondel

Der Brevo. Zg