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„Um sicher zu sein, muß ich Eurcu Namen wissen. Ich kenn'Ench nicht, Signor."
Der Fremde sah sich vorsichtig um, dann lüftete er die Maskeein wenig, und cs zeigte sich das Gesicht Giacomo Gradenigo's.
„Reicht diese Bürgschaft hin?"
„Ja, Signor. Wann soll die That geschehen?"
„In dieser Nacht, ja noch in dieser Stunde."
„Soll ich einen Mann seines Standes in seinem Palaste mit-ten unter seinen Freunden treffen?"
„Tritt hierher, Jacopo, so sollst du mehr erfahren. Hast dueine Maske?"
Der Bravo tcjahete.
„So umwölke dein Gesicht, das nicht in der besten Gunst hiersteht, und begib dich in dein Boot. Ich komme nach."
Der jnnge Patricier, dessen Gestalt durch seinen Anzug un-kenntlich gemacht war, verließ seinen Gefährten mit der Absicht,ihn wieder zu treffen, wo seine Person nicht geahnt werden könnte.Jacopo trieb sein Boot aus dem Gewirre des Quai's hinaus inden Ranm zwischen den Schiffsreihcn, dann ruderte er nicht weiter,darauf rechnend, daß man ihn beobachte, und ihm folgen werde.Er schloß richtig, denn in wenigen Augenblicken flog eine Gondeldicht an die Seite der seinigen, und zwei Masken stiegen aus demfremden Boot in das des Bravo, ohne zu reden.
„Nach dem Lido," sagte eine Stimme, in welcher Jacopo dieseines neuen Kunden erkannte.
Jacopo gehorchte, und Giacomo's Boot folgte in einer kleinenEntfernung. Als sie außerhalb der Reihen warei^ und demnachnicht mehr in Gefahr, behorcht zu werden, verließen die beidenPassagiere den Pavillon, und machten dem Bravo ein Zeichen, nichtweiter zu rudern.
„Du willst also den Dienst übernehmen, Jacopo Frontoni?"fragte der ruchlose Sohn des alten Senators.