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calabrischc Schiff mit seinen: niedrigen Deck stahl sich längs derReihe der Fahrzeuge in das offene Wasser.
Das Boot legte schnell bei der Treppe des Wasserthorcs desPalastes an. Gclsomina ging unter den Bogen, schlich die Ricscn-treppe hinauf, denselben Weg, ans welchem sie den Palast verlassenhatte. Der Hellebardier, welcher Wache stand, war noch derselbe.Er sagte ihr eine Galanterie und ließ sic ungehindert hinein.
„Schnell, edle Damen, schnell, um die Liebe der heiligen Jung-frau willen!" schrie Gclsomina, in das Zimmer stürzend, in welchemVioletta und ihre Gefährtin sie erwarteten. „Ich habe durch meineSchwäche eure Freiheit in Gefahr gebracht, und es ist kein Augen-blick zu verliere». Folgt mir, so lange cs noch Zeit ist, und gönnteuch nicht die Muße, ein Gebet zu flüstern."
„Du bist eilig und athemlos," erwiedcrtc Donna Florinde, „hastdu den Herzog von St. Agata gesprochen?"
„Fragt mich nicht, folgt mir nur, edle Damen."
Gclsomina ergriff die Lampe, und mit einem Blick, welcher ihreGäste aufforderte, stillschweigend zu folge», führte sie dieselben indie Korridors. Man kam sicher aus dem Gefängnisse und über dieScufzcrbrücke, denn Gclsomina hatte die Schlüssel noch, und dieGesellschaft eilte die große Treppe des Palastes hinab zur offenenGalerie. Man legte ihnen kein Hinderniß in den Weg, und so ge-langten sie in den Hof, indem sic für Frauenzimmer galten, welchein Geschäften ausgchcn.
Am Wasserthore wartete Jacopo. In weniger als einer Minutekreuzte seine Gondel den Hafen, dem Laufe der Felncke folgend, derenweißes Segel im Mondlicht sichtbar war, bald im Winde schwellend,bald schlaff an die Stangen schlagend, wenn die Schiffer sic an-zogcn, um die Schnelligkeit der Fahrt ein wenig zu vermindern.Gelsomina beobachtete mit angestrengter Aufmerksamkeit den Flugdes Bootes, dann ging sic über die Brücke des Quais und zur ge-wöhnlichen Thüre in das Gefängniß zurück.