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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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der Schaden ihn enttäuscht, hatte Annina ihre Cousine so leichtüberreden können, daß ihre Gäste nichts tanzten. Jetzt aber hörtesie einen Mann, der ihre ganze Liebe besaß, Annina selbst beschul-digen. In solcher Ungewißheit that das in Verwirrung gebrachteMädchen, was die Natur und ihr Gefühl geboten. Sie erzählteleise und schnell die Vorfälle des Abends und Annina's Erdichtungvon dein Betragen der Frauenzimmer, welche sie im Gefängnissezurückgelassen hatte.

Jacopo hörte so ausmerksamzu, daß sein Ruder im Wasserhinschlepvtc.

Genug" sagte er, als Gelsomina über ihren eigenen Eifer, sichvor ihm zu reinigen, vollendet hatte.Ich verstehe Alles. Tranedeiner Cousine nicht, denn der Senat selbst ist nicht arglistiger."

Der vorgebliche Carlo sprach mit Vorsicht, aber mit festerStimme. Gelsomina verstand ihn, obgleich seine Worte sie in Er-staunen setzten, und ging wieder hinein zu Annina. Die Gondelsetzte ihren Lauf fort, als wäre nichts geschehen.

Fünfrmdzwanzigstcs Kapitel.

Genug.

Jetzt könnt' ich lustig sein. Hubert, dich lieb' ich,Wohlan, nicht sag' ich, was ich mit dir vorhab:Denk' daran.

König Johann.

jacopo kannte die Schliche venetianischer Hinterlist genau. Erwußte, daß der Rath mit Hilfe seiner Agenten immerwährend Die-jenigen im Auge behielt, an denen ihm etwas gelegen war, undverließ sich dcßhalb nicht allzusehr ans die Vortheile, welche dieUmstände ihm in den Weg geführt zu haben schienen. Anninahatte er zwar in seiner Gewalt, und es war unmöglich, daß siedie von Gelsomina erhaltenen Nachrichten schon einem Beamten mit-getheilt haben konnte. Aber eine Gcberde, eine Miene im Vor-