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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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Innere des geräumigen Gebäudes.Ihr führt den Namen einererlauchten Familie."

Wenige von Bedeutung sind in der Republik, auf derenfreundliche Gesinnung ich nicht, entweder um alter, enger Freund-schaft, oder um der Verwandtschaft willen, Anspruch hätte. Dienstdu einem Edclmanne?"

Dem vornehmsten in Venedig, Signora!"

Nenne ihn, damit wir seine Gastfreundschaft erbitten mögenwie sich's geziemt."

San Marco."

Donna Violetta und ihre Gouvernante blieben erstaunt stehen.

Sind wir, ohne cs zu wissen, in ein Portal des Palastesgetreten?"

Das wäre unmöglich, Signora, da der Kanal zwischen unsund dem Palaste des Dogen ist. Dennoch ist hier San MarcoHerr. Ich hoffe, Ihr werdet Eure Sicherheit für nicht geringerhalten, wenn Ihr sie auch im Staatsgefängniß findet, und Euchdes Hauswarts Tochter dazu verhilst."

Der Augenblick übereilten Handelns war vorüber und die Be-sinnung nun zurückgekehrt.

Wie heißest du, Kind?" fragte Donna Florinde, ihrem Zög-ling vortretend und die Unterredung ausnehmend, während Violettavor Erstaunen still schwieg.Wir sind dir aufrichtig dankbar fürdie Bereitwilligkeit, mit welcher du die Thür öffnetest und uns ein-ließest in einem Augenblick solcher Bestürzung. Wie heißest du?"

Gelsomiua," erwiederte das bescheidene Mädchen.Ich bindes Hauswarts einziges Kind. Als ich Damen eures Standes aufdem Quai fliehen sah und auf der einen Seite die Dalmaticr inAnmarsch, auf der andern den tobenden Pöbel, da dachte ich, auchdas Gefängniß würde euch willkommen sein. "

Deine Herzensgüte hat dich nicht irre geleitet."

Wenn ich gewußt hätte, daß es eine Dame vom Geschlechte