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da blickte das neugierige Gesicht eines Handlangers der Polizei odereines etwas kühneren Beobachters unter den Bögen der Portico'shervor aus die Bewegungen des Pöbels, obschon Keiner wagte, selbstin dessen Bereich zu kommen.
Aber die Fischer dachten nicht mehr an Gewalt. Mit der Unbestän-digkeit von Leuten, die wenig anUeberlegung gewöhnt, sich schnellenund heftigen Aufregungen hingebcn (woraus denn eine selbstische Po-litik Gründe herzwängt, jede Verbesserung zu vermeiden), hatte sie alleGedanken an Rache gegen die Diener der Polizei aufgcgeben, und ihreAufmerksamkeit gänzlich dem frommen Dienste zugewcndet, der vomFürsten selbst befohlen, für ihren Stand so schmeichelhaft war.
Einige stärkere Naturen unter ihnen mischten wohl auch Dro-hungen gegen den Bravo in die Gebete für den Todten, aber diesehatten keine andere Bedeutung für die gegenwärtige Handlung, alsdie Nebenpersonen zu haben pflegen für den Hauptverlaus eines Stücks.
Das große Portal der ehrwürdigen Kirche ward aufgethan, undfeierlicher Gesang drang, in Responsen, unter den zierlichen Säulenund gewölbten Kuppeln des inneren Raumes hervor. Man trug diebescheidene Leiche des hingcopferten Antonio unter den Bogen, welcherdie kostbaren Reliquien griechischer Kunst stützt, und setzte sie in dasSchiff der Kirche nieder. Kerzen brannten vor dem Altäre und um-gaben die gespenstige Gestalt des Tobten die ganze Nacht hindurch,und die Kathedrale San Marco's war erfüllt von den imposantenGebräuchen der katholischen Kirche, bis der Tag wieder heraufkam.Ein Priester folgte dem andern, um die Messe zu wiederholen, undder Haufe hörte aufmerksam zu, als fühlte ein Jeder sich selber ge-ehrt und erhoben durch diese Auszeichnung eines Mannes aus sei-nem Stande. Die Masken aus dem Platze waren allmählig wiederzum Vorschein gekommen, obgleich die Unruhe zu heftig und zuplötzlich gewesen, um eine schnelle Rückkehr dem Leichtsinn zu ge-statten, welcher gewöhnlich zwischen Sonnenuntergang und Ausgangaus diesem Flecke zu schauen war.