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Tausende von neugierigen und besorgten Gesichtern erschienen auf denBalconen gedrängt, und sahen den Leichenzug langsam dahinziehen.
In der Mitte des Haufens ward die Gondel der Republik vonfünfzig leichteren Böten bugflrt, denn die Fischer hielten ihre Prisefest. So kam der feierliche Zug in den Hasen und näherte sichdem Quai am Fuße der Piazetta. Während zahllose Hände sichbceifcrten, Autonio'S Leichnam an's Land zu bringen, erhob sichein Geschrei mitten aus dem herzoglichen Palaste, zum Zeichen,daß der übrige Thcil der Mannschaft sich bereits im Hosraum desSchlosses befinde.
Jetzt boten die Plätze des heiligen Marcus ein neues Schau-spiel dar. Dort die im reichsten orientalischen Style erbaute Kirche,die Reihen massiver reicher Architektur, der hohe Thurm des Cam-panile, die Grauitsäulen, die Triumphmaste, alle diese sonderbaren,merkwürdigen Zeugen der Gewalt und des Genusses, der Trauerund der Freude, sie standen wie Gräuzmarken der Erde, trotzendder Zeit, ehrwürdig und herrlich erhaben über all' das mannigfal-tige Spiel menschlicher Leidenschaft, das zu ihren Füßen sich täglichwiederholte. Aber Gesang und Lachen und Spiel waren verstummt,verschwunden die Lichter in den Kaffeehäusern, die Schwärmer derNacht hatten sich ihre Häuser gesucht, aus Furcht, mit Denen ver-mengt zu werden, welche sich vermaßen gegen den Zorn des Senats.Auch die Lustigmacher und Gaukler und Balladensänger hatten ihreangenommene Fröhlichkeit mit solchen Mienen vertauscht, die mehrin Einklang mit den wahren Gefühlen ihrer Herzen standen.
„Eiustirüu!" schrieen tausend tiefe Stimmen, während An-tonio's Leiche in den Hof getragen ward. „Ruhmwürdiger Doge!OiustiM in imikirM, e psns in pii>22u! Gerechtigkeit! wirbetteln um Gerechtigkeit!"
Der weite dunkle Hof war besäet mit den braunen Gesichternund blitzenden Augen der Fischer. Der Leichnam ward niedergelegtam Fuße der Riesentreppe, und der zitternde Helebardier, der diese