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denken, daher wähnten sie vielmehr, das Volk jauchze über einenSieg, welchen der Staat davon getragen habe. Nur Wenige, undzwar die Nämlichen, welche alle Vorthcilc des Staates an sich zureißen wußten, faßten mit richtigem Blick die Gefahr in's Auge,erkannten ihre» Umfang und die Mittel, sie zu entwaffnen.
Ans der anderen Seite waren die Aufrührer keiner Würdigungihrer Kräfte fähig, und wenig geschickt, ihre zufälligen Vortheilezu berechne»; sie folgten blind dem ersten Antriebe. Was ihre Ge-müther zum Aufruhr vorbereitete, war der Triumph ihres bejahrtenGefährten am vorhergehenden Tage, die kalte Zurückweisung, dieer vom Dogen erfuhr, und der Auftritt auf dem Lido, der eigent-lich die nächste Veranlassung zu Autonio's Tode abgab. Nachdemdaher die Leiche gefunden war, so warteten sie nur so lauge, bissich ihre Kameraden alle versammelt hatten, und der Leidenschaftgehorchend, eilten sic, wie beschrieben, dem St. Marcus-Palastezu, ohne sich vorher über ihr Vorhaben einen klaren Begriff zumachen.
Sobald sie in den Kanal einfuhren, drängte der enge Weg dieBöte so dicht aneinander, daß dadurch die Ruder gewissermaßennutzlos wurden und die Menge nur langsam vorwärts konnte. Allewollten gern der Leiche Autonio's so nahe als möglich sein, undwie immer bei Volksaufläufen, ging auch hier durch schlecht gelei-teten Eifer der Zweck verloren. Ein paar Mal hörte man lautdie Namen einiger unbeliebten Senatoren, als wenn die Fischerdamit umgingen, diese einzelnen Beamten für die Verbrechen desStaates verantwortlich zu machen. Diese Verwünschungen verschollenin der Luft und zogen keine Folgen nach sich. An der Rialto-Brückeangekommen, stieg mehr als die Hälfte der Menge an's Land undnahm den kürzeren Weg durch die Straßen nach dem verabredetenVersammlungspuukt, und auch die in den Vorderreihen Ruderndenlegten jetzt, frei von dem Gedränge in ihrem Rücken, den Wegschneller zurück. Wie sie dem Hafen näher kamen, nahmen die