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ohne Mühe merken konnte, sie habe es mit einem entschlossenenManne zu thun.
„Was für Bekenntnis? verlangen Ew. Herrlichkeit von der Tochtereines armen Weinhändlers?" fragte sie, unwillkürlich erzitternd.
„Die Wahrheit, und bedenke, das; du dießmal nicht entkommst,bis ich zufriedengestellt bin. Zwischen der venetianischen Polizei undmir ist cs nun einmal zum offenen Bruch gekommen; mein Planreift, und du bist die Erstlingsfrucht davon."
„Signor Herzog, solches Verfahren mitten in Venedig istsehr kühn."
„Mein ist die Gefahr; dich aber wird dein eigener Vortheillehren zu bekennen."
„Ich werde es mir zu keinem sonderlichen Verdienst anrechnen,Signor, wenn ich das thue, was ich nothgedrungeu thun muß. Daes Ihr Wille ist, das Wenige, was ich weiß, zu erfahren, so soll csmir Vergnügen machen, es Ihnen mittheilen zu dürfen."
„So sprich, die Zeit ist kurz."
„Signor, läugnen will ich's nicht, es ist Ihnen schlimm mitge-spielt worden. 6gpperi! welches Verfahren von dem Rathe! einenedlen Kavalier, aus fremdem Lande, mit den gerechtesten Ansprüchenauf die Ehre im Senat zu sitzen, wie jedermänniglich in Venedigbekannt ist, einen solchen Mann so zu behandeln, macht der RepublikSchande! Kein Wunder, daß Ew. Herrlichkeit nicht gut auf sie zusprechen sind: würde doch der gebenedeite St. Marcus selbst alleGeduld dabei verlieren."
„Nichts davon, Dirne; heraus mit der Sache!"
„Die Sache, Signor Herzog? ei nun, die ist tausendmal klarer,als die Sonne, und steht ganz Ew. Herrlichkeit zu Befehl. Wüßteich nur mehr, da Sie Gefallen daran zu finden geruhen."
„Genug der Ceremonie, sprich mir von den Thatsachen."
Anuina, geübt in leerem Wortschwall, wie Alle es sind, die sichin den Jntriguen einer großen Stadt bewegen, that seinen BlickDer Bravo. 81