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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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nisse in Beziehung auf Donna Violett«, deren Vermählung, wieman sich erinnern wird, nur den Trauzeugen und dem Rathe derDreie bekannt war, auseinander, und da fand er denn, daß dasGold dazu gebraucht werden sollte, die Dame an einen sichern Ortzu schaffen. Da aber dieß seinem eigenen Zwecke so sehr entsprach,so gewann der Handel dadurch freilich eine ganz andere Wendung.Ueberdieß waren die dargebotenen Juwelen wirklich ein genügendesUnterpfand für die darzulcihende Summe, und Hosca, welcher dieWahrscheinlichkeit, durch die Güter der Erbin auch zu seinen frühergeliehenen Geldern zu kommen, mit in Anschlag brachte, glaubteendlich, die Zechinen des angeblichen Freundes Levi nicht besser an-legcn zu können.

Sobald sich die Parteien vollkommen verständigt hatten, ver-ließen sie zusammen den Platz, um den Handel abzuschließen.

Einundzwanzigstes Kapitel.

Wir folgen.Cade, wir folgen Cade.

Heinrich Vl.

Die Nachtstunden nahten ihrem Ende. Melodische Töne unter-brachen wieder die gewöhnliche Stille der Stadt, auf's Neue sahman alle Kanäle von den Fahrzeugen der Großen wimmeln. Ausden Fenstern der kleinen finstern Bootpavillons winkten wohl Einigeim Vorbeisahren einander zu, doch nur Wenige wagten es, zumAustausch der Begrüßungen anzuhalten, so sehr fürchtete Jeder denin allen Ecken lauschenden Verdacht. Selbst die Abendluft schöpfteNiemand ohne Aengstlichkeit, so sehr war diese zur zweiten Naturder Bürger geworden.

Mitten durch die leichteren und geschmückteren Barken derPa-tricier kam eine gemeine Gondel von mehr als gewöhnlicher Größeden großen Kanal gemächlich dahergefahren; die Gondeliers hatten