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Gradcnigo's etwas geholfen, indem er diesem selbst so eben ein-ränmte, daß die verlangte Summe in seinem Besitze sei.
„Ich hoffe, das Gesicht eines alten Knndmanns zerschlägt unsernHandelnicht.Hosea?" sagteder verschwenderische Erbe des Senators,kaum sich die Mühe gebend, das Ironische der Frage zu verbergen.
„Vater Abraham! Hätte ich gewußt, daß Sie es sind, SignorGiacomo, so hätten wir schneller fertig werden können."
„Ja, ja, indem du, wie so oft seit Kurzem, kein Geld zu ha-ben vorgabst."
„I nun, ich Pflege meine Worte nicht zu verschlucken, Signor;aber meiner Pflicht gegen Levi muß ich doch eingedenk bleiben.Der sorgfältige Hebräer hat mich auf den Namen unseres Stammesein Gelübde thun lassen, daß ich sein Gold Niemanden geben wolle,welcher nicht die Mittel besäße, die Wicderbezahlung außer allenZweifel zu setzen."
„Das gehört nicht hieher, du borgst das Geld von ihm undleihest eS mir."
„Signor, Sic versetzen mein Gewissen in eine kitzliche Lage.Sie schulden mir bereits etliche sechstausend Zechincn, wenn ich nundieses anvertrante Geld verborge, und Sie es auch zurückzahlen —was ich Beides nur als Voraussetzung gesagt haben will — sokönnte die natürliche Vorliebe für mein Eigenthum mich verleiten,die Zahlung aus meine eigene Rechnung zu stellen und Levi's Schuldin Gefahr zu bringen."
„Mach' du das mit deinem Gewissen ab, wie du willst, Hosea.Du hast dich zu dem Gelbe bekannt, und hier sind die verpfändetenJuwelen — her mit den Zechincn!"
Wahrscheinlich würde bei dem steinernen Gemüth des Hebräers,dem alle einem von der öffentlichen Meinung Verworfenen eigen-thümlichcn Gebrechen anklebtcn, die Vorstellung Giacomo Gradc-nigo's ohne Wirkung geblieben sein; allein nachdem er sich vonseiner Bestürzung erholt hatte, setzte er dem Wüstling seine Besorg-