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„Signor, Sic eilen ja, als brauchten Sie das Geld, umIhre Hochzeitskosten damit zu bestreiten. Wenn ich Isaak undAaron so spät noch zu Hause fände, so glaube ich, ohne Gefahr,für einen Thcil des Geldes stehen zu können."
„Auf diesen Zufall kann ich mich nicht verlassen."
„Nun, Signor, der Zufall ist nur klein, da Aaron bettlägerigist, und Isaak niemals verfehlt, seine Bücher durchzuschen, sobalddie Mühe des Tages vorüber ist. Der ehrliche Hebräer findet darineine hinlängliche Erholung, wiewohl ich cs nicht recht begreifenkann, da unsere Leute seit einem Jahre nur Verluste erlitten haben."
»Ich sag' dir, Jude, unsere Sache muß durchaus frei vonaller Ungewißheit sein. Das Geld gegen Unterpfand und mitdeinem eigenen Gewissen als Schiedsrichter in der Zinsangclegcn-hcit, aber keine Winkelzüge, die dir nachher die Wahl lassen, zurück-zutretcn, unter dem Vorwand, die Zwischenhändler wollten nicht."
„Gerechter Daniel! Ihnen einen Gefallen zu thun, Signore,glaube ich, es wagen zu können! -— Da hat mir der wohlbekannteHebräer aus Livorno, Lcvi, einen Beutel zur Aufbewahrung ge-geben, welcher genau die verlangte Summe enthält. Unter den ge-nannten Bedingungen will ich ihn in meinen Geschäften verwenden,und dem guten Juwelier sein Gold später aus meinen eigenen Mit-teln zahlen."
„Dank für die Mittheilung, Hosea," sagte der Andere, indemer die Maske ein wenig lüstete, doch schnell wieder zurecht setzte.„Sie kürzt unsere Verhandlung bedeutend ab. Trägst wohl denBeutel des Livorncser Juden unter deinem Domino?"
Hosea stand sprachlos da. Das Lüften der Maske hatte ihnvon zwei wesentlichen Dingen in Kenntniß gesetzt, einmal, daß erseinen Verdacht wegen der Absichten des Senats mit Donna Vio-lett«, einem Unbekannten, vielleicht gar einem Polizcibcamten, an-vertrant hatte, und zweitens, daß er sich des einzigen Grundesbegeben, der ihm je gegen die dringenden Zumuthungen Giacomo