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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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der muß sie erst durch lange, geduldige Arbeit verdienen, und wersie borgen"

Will, der steht neben dir"

Will, der muß einen Namen und ein Gesicht haben, welcheauf dem Rialto kreditfähig sind."

Nun, du verleihest ja wohl auch an Masken, bedächtigerHosea, wenn anders der Ruf dir nicht zu viel Gutes nachsagt."

I nun, ein hinlängliches Pfand macht mir freilich die Sacheklar genug, der Borgende mag nun so verborgen sein, wie derRath der Drcimänner selbst. Aber ich sehe nichts. Morgen komm'zu mir, mit oder ohne Maske, ganz wie cs dir beliebt, denn ichverlange nicht, mich in anderer Leute Angelegenheiten weiter zumischen, als meine eigenen cs erfordern, und dann will ich Nach-sehen in meinen Koffern, wiewohl kein präsumtiver Erbe in Vene-dig leerere haben kann, als ich."

Ich brauche das Geld gleich, ohne allen Verzug. Hast dues, unter der Bedingung, dir selbst den Zinsfuß stellen zu können,so sprich."

Bei hinlänglicher Bürgschaft in Edelsteinen könnte ich viel-leicht unter unfern zerstreuten Leuten die Summe zusammenschar-ren, Signore. Doch wer auf der Insel umhergeht, um zu borgen,wie ich werde thun müssen, muß beschwichtigen können alle Zweifelhinsichts der Bezahlung."

Also das Gold ist zu haben, das ist ausgemacht?"

Hosea zauderte, denn er hatte sich vergeblich bemüht, durchdes Andern Verhüllung zu dringen, und obgleich dessen Zuversichtihm ein günstiges Zeichen schien, so wollte doch seinem Lcih-Jnstinktdessen Ungeduld nicht recht gefallen.

Ich habe gesagt, durch den freundschaftlichen Beistand unsererLeute," antwortete er vorsichtig.

Diese Ungewißheit verträgt sich nicht mit meinem Bedürfnisleb' wohl, Hosea, ich muß anderswo suchen."