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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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geringer werden, wenn die Rcichthümer des Signor Ticpolo nochhinzukämen."

Dn bist scharfsinnig, das geb' ich zu, auch begreife ich dieganze Wichtigkeit deiner Warnung; allein sie scheint keinen andernZweck, noch Grund zu haben, als deine persönlichen Befürchtungen."

Und einige hingeworfeneWinke Ihres geehrtenVaters, Signor."

Was sagte er denn noch Weiteres über den Gegenstand?"

Er sprach in Gleichnissen, junger Edelmann, Gleichnisse abersind für orientalische Ohren nicht in den Wind gesprochen. Daßman im Begriffe steht, die reiche junge Dame wegzubringen ausVenedig, ist gewiß, und zum Besten des bischen Interesses, welchesich an ihrem Schicksal habe, gäbe ich den schönsten Turquois inmeinem Laden darum, wüßte ich wohin."

Weißt du gewiß, daß es diese Nacht geschehen soll?"

Ich verpfände mich zu Nichts, wenn's etwa anders ausfallensollte, aber ich habe Gewißheit genug, junger Cavalier, um un-ruhig zu sein."

Genug ich werde meine eigene Angelegenheit und die dei-nige im Auge behalten."

Jacopo machte ein Abschiedszeichen mit der Hand, und verfolgteseinen Weg, die Piazza hinauf.

Was meine Angelegenheiten betrifft," brummte der Hebräerfür sich,so wollte ich nur, ich hätte sie selbst besser im Augebehalten, wie sich für Einen geziemt, der mit der verfluchten RasseGeschäfte machen muß; was ging' es dann mich an, heirathete dieDirne dich, oder einen Türken!"

Pst, Hosea!" ries eine Maske ihm hier in's Ohr;ein Wörtchenallein mit dir."

Der Jude schrak zurück, als er fand, daß er im Eifer sichdenn doch von Jemand hatte belauschen lassen. Auch dieser Fremdewar in einem Domino und durchaus unkenntlich.

Was beliebt, Signor Maske?" fragte der umsichtige Jude.