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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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mann, der Jacopo an einem Zeichen zu erkennen pflegte, und den-noch ihn nur unter jenem erdichteten Namen kannte.Du siehst,wir sind nicht müssig gewesen, obgleich gestern Festtag war."

Bist du zur Fahrt in den Golf fertig?"

Nach der Levante oder nach den Säulen des Herkules, wiecs dem Senat gefällig ist. Wir haben unsere Segelstangen aufge-zogen, seit die Sonne hinter den Gebirgen sank, und trotz unsereranscheinenden Gemächlichkeit bedürfen wir nur einer Stunde, umuns für die Außenseite des Lido zu rüsten."

Dann nehmt Eure Maßregeln."

Meister Rodcrigo, Ihr bringt Eure Neuigkeiten auf einen über-füllten Markt. Man hat mich schon unterrichtet, daß man uns dieseNacht brauche."

Eine schnelle Bewegung des Mißtrauens von Seiten dcS Bravoentging dem Padrone, dessen Augen den Windfang der Fclucke, mitder dem Seemann eigenen Aufmerksamkeit für diesen Thcil desSchiffes, wenn sein Dienst begehrt wird, überlicfen.

Du hast recht, Stefano. Jndeß doppelte Vorsicht schadet nicht.Bei einem schwierigen Auftrag ist Vorbereitung die Hauptpflicht."

Wollen Sie sich selbst überzeugen, Signor Roderigo?" sagteder Seemann mit leiser Stimme.Die Bella Sorrentina ist nichtder Bucentaurus, auch keine Galeere des Großmeisters von Malta;doch im Verhältniß ihrer Größe sind in des Dogen Palast selbstkeine besseren Zimmer zu finden. Als ich erfuhr, daß eine Damezur Fracht gehöre, da kam die Ehre Calabriens in's Spiel, ihrAlles recht bequem zu machen."

Gut. Wenn man dir alle Umstände mitgethcilt hat, so wirstdu gewiß Alles thun, um Ehre einzulcgen."

Ich sage nicht, daß man mir die Hälfte davon mitgethcilthätte, guter Signor," unterbrach ihn Stefano.Die Heimlichkeitbei euren venetianischen Ladungen ist eben das, was mir das Ge-werbe am meisten verleidet. Mehr als einmal ist es geschehen, daß