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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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Die abgezehrte und schwache Gestalt eines alten Mannes er-hob sich bei diesem Worte, und ein Auge, das innere Schwächeverriet!), und doch in diesem Augenblick selbst glänzender als dasseines Sohnes war, blickte aus Gelsomina und ihren Gefährten.

Du hast nicht gelitten, wie ich fürchtete, Vater, durch diesenplötzlichen Wechsel!" fuhr Letzterer, an das Strohlager uieder-kuicend, fort.Dein Auge, deine Wange und dein ganzes Ansehenist besser als unten in den feuchten Kellern!"

Ich bin hier glücklich," erwiedertc der Gefangene;hier istLicht, und wenn sie mir auch zu viel davon gegeben haben, so kannstdu doch nicht begreifen, wie groß das Vergnügen ist, Tageslichtnach einer so laugen Nacht zu sehen."

Er ist besser, Gelsomina Sie haben ihn noch nicht zer-stört. Sieh'! sein Auge ist glänzend, und seine Wange hat Glut!"

Sie sind immer so, nachdem er den Winter in den unterenKerkern verlebt hat;" lispelte das sanfte Mädchen.

Hast du mir was Neues zu erzählen, mein Sohn? Wiesteht's mit deiner Mutter?"

Jacopo beugte das Haupt, um den Schmerz nicht zn zeigen,den ihm diese Frage, die er nun schon hundertmal gehört, verursachte.

Sie ist glücklich, Vater, -so glücklich, wie Jemand seinkann, der, entfernt von dir, dich so sehr liebt."

Spricht sie oft von mir?"

Das letzte Wort, was ich von ihren Lippen hörte, war dein Name."

Heilige Maria, segne sie! ich hoffe, daß sie meiner in ihrenGebeten gedenkt?"

Zweifle nicht daran, Vater, es sind die Gebete eines Engels."

Und deine geduldige Schwester? Du hast ihrer noch nichtgedacht, mein Sohn."

Ihr ist auch wohl, Vater."

Hat sie aufgehört, sich zu grämen, weil sic die unschuldigeUrsache meiner Leiden gewesen?"