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gewichtigen Bund zeigend, „und ich bin jetzt der einzige Wächter.So viel haben wir wenigstens ausgerichtet; vielleicht kommt nochdie Zeit, wo wir mehr thun können."
Der Bravo versuchte zu lächeln, er wollte damit andeuteu,daß er ihre Güte zu schätzen wisse; allein es gelang ihm nur, ihrseinen Wunsch, weiter zu gehen, begreiflich zu machen. Der Hoff-nungsstrahl im Auge des gntmüthigen Mädchens verwandelte sichin einen Blick des Kummers, und sie gehorchte.
Neunzehntes Kapitel.
Laß uns zum Dach hinauf.
Dort schweife Wer See und Land dein Blick,Dann aber weil' er auf den düstern Zellen,
Die hier wie Grab an Grab sich drängen.
Der San Marco Platz.
llbr wollen es nicht unternehmen, die gewölbten Galerien,dunkeln Korridors und Gemächer, durch die des GefangenwärtersTochter ihren Gefährten führte, mit zu durchwandern. Diejenigen,die jemals ein weitläufiges Gefäugniß besucht haben, bedürfen keinerBeschreibung, um sich die schmerzlichen Gefühle zurückzurusen, dieihnen der Anblick vergitterter Fenster, klirrender Hespen, raffelnderRiegel, und all' der anderen Dinge, die zugleich Mittel und Zeichender Einkerkerung sind, verursachten. Dieß unglückliche Gefängnißwar, wie alle ähnlichen, zur lhnterdrückung die Gesellschaft bedro-hender Laster bestimmten Gebäude, weitläufig, fest und labyrinthischvon Innen, doch von Außen, wie schon früher erwähnt, gleichsamseiner Bestimmung zum Hohn, von reiner, einfacher Schönheit.
Gelsomina trat in eine niedrige, schmale, mit Fenstern verseheneGalerie, in der sie stehen blieb.