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ihrer Väter. Aber das ist noch nicht Alles; als ich heute durchdie Lagunen ruderte, sah ich den Leichnam einen jungen Kavaliersaus dem Wasser ziehen, und die dabei waren, sagten, er trüge dasZeichen seiner mörderischen Hand."
Die furchtsame Gelsomina schauderte.
„Die Herrscher werden diese Nachlässigkeit vor Gott zu ver-antworten haben," sagte sie, „wenn sie diesen Elenden länger sofrei herumgchcn lassen."
„Der heilige Marcus schütze seine Kinder! Man sagt, daßman viele dergleichen Sünden zu verantworten habe, — doch denLeichnam sah ich mit meinen eigenen Augen, als ich diesen Morgenin die Kanäle cinfuhr."
„Schliefst du denn auf dem Lido, daß du schon so frühaus warst?"
„Auf dem Lido — ja — nein — ich schlief nicht, du weißtja, mein Vater hatte einen geschäftigen Tag während des Festes,und ich bin nicht wie du, Gessiua, Gebieterin des Hauses, daß ichthun könnte, was ich will. Doch ich stehe hier und plaudere mitdir, und zu Hause thun fleißige Hände noth. Hast du das Packet,welches ich dir bei meinem letzten Besuch anvertraute?"
„Hieristes," antwortete Gclsomina, ein Schubfach öffnendund ihrer Cousine ein dicht eingcwickcltes Pack gebend, das, ihrunbewußt, einige verbotene Handelsartikel enthielt, und welches dieAndere in ihrer unermüdlichen Geschäftigkeit eine Zeitlang zu ver-bergen genöthigt war. „Ich dachte, du hättest cs vergessen, undwollte es schon dir zurücksendcn."
„Gelsomina, wenn du mich liebst, thue nie eine so unüberlegteHandlung! Mein Bruder Giuseppe — du kennst Giuseppe wohlkaum?"
„Für Verwandte kennen wir uns wenig."
„Das ist gut für dich. Ich darf von einem Kinde meinerEltern nicht sagen, was ich wohl möchte, hätte aber Giuseppe dieses