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brische Seefahrer unter dem Zelte, das sein Verdeck beschattete,oder hielt seine Siesta ans einem Haufen alter, von der Gewaltmanch' eines glühenden Sirocco zerrissener Segeltücher. Als dieSonne tiefer sank, da glitten die Gondeln der Großen und Müssigcnüber das Wasser; und nachdem die beiden Plätze durch die Luft desadriatischen Meeres abgekühlt waren, füllte sich der Broglio mitDenen, welche das Vorrecht genoßen, seine gewölbten Gänge zudurchschreiten. Unter ihnen zeigte sich auch der Herzog von St.Agata, der, obgleich den Gesetzen der Republik ein Fremdling, wegenseiner erlauchten Abkunft, und keineswegs ungcgründeten Ansprüche,in den Erholungsstunden von den Senatoren als ein willkommenerTheilnehmer dieser leeren Auszeichnung ausgenommen ward. Ertrat zur gewohnten Zeit, und mit seiner ihm natürlichen Ruhe, inden Broglio, denn er verließ sich auf seinen geheimen Einfluß inRom, ja zum Theil auf den guten Erfolg seiner Nebenbuhler. Nachreiflicher Ueberlegung schien es ihm nämlich gewiß, daß, wenn siedie Absicht hegten, ihn festzusetzen, dieß scbon längst geschehen wäre;eben so glaubte er, daß, um persönlichen Unannehmlichkeiten zu ent-gehen, es am besten sein würde, Vertrauen auf eigene Macht zuzeigen. Als er daher am Arm eines hohen Beamten der päpstlichenGesandtschaft erschien, und mit einem Auge, das Selbstvertrauensprach, um sich blickte, sah er sich, wie immer, von Jedem, derihn kannte, auf eine seinem Range und seinen Erwartungen ange-messene Weise begrüßt. Dennoch wandelte Don Camillo mit neuenGefühlen unter den Patriciern der Republik umher. Mehr als ein-mal glaubte er in den schwankenden Blicken Derjenigen, mit denener sich unterhielt, Zeichen ihrer Kenntniß seiner vereitelten Plänezu entdecken, und mehr als einmal, wenn er es am wenigsten arg-wöhnte, sah er sein Gesicht bewacht, als suche man seine künftigenAbsichten zu ergründen. Außerdem hätte wohl Niemand entdeckt,daß eine Erbin von solcher Wichtigkeit beinahe dem Staat entrissen,oder von der anderen Seite, daß ein Mann seiner Frau beraubt