Druckschrift 
15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
Entstehung
Seite
274
Einzelbild herunterladen
 

274

Jacopo sagte einige allgemeine Worte, die aber doch die Ab-sicht hatten, Don Camillo zu beruhigen. Hieraus lenkte er dasGespräch mit einer seine Fähigkeit zu den vielen und delikaten Ge-schäften, welche man ihm übertragen, bekundenden Gewandtheit aufdie kürzlich geschehene Entführung der Donna Violctta, und botseinem neuen Gebieter zur Wiedererlangung seiner Frau alle Dienstean, die er nur immer zu leisten im Stande sei.

Damit du Alles weißt, wozu du dich verpflichtest," crwiederteDon Camillo,so höre mich an, Jacopo, ich will deinem Scharf-sinn Nichts verbergen."

Der Herzog von St. Agata setzte nun dem Bravo alle seineAbsichten und Pläne, hinsichts seiner Geliebten, so wie sämmtlicheBegebenheiten, die wir dem Leser schon vorgeführt haben, mitkurzen, doch klaren Worten aus einander.

Der Bravo hörte Alles mit der größten Aufmerksamkeit an,und mehr als einmal lächelte er bei der Erzählung des Anderen, wieJemand, dem die geheimen Mittel wohl bekannt sind, durch welchediese oder jene Jntrigne vollbracht worden. Eben war die Erzählungzu Ende, da kündeten Fußtritte die Rückkehr Gino's an.

Achtzehntes Kapitel.

Blaß war ihr Angesicht.

Doch heiter, wollt' cs auch ein paarmal scheinen.Daß sic ein schwellend Thriinchc» unterdrückte."

Aogcrs.

Die Stunden verstoßen, gleich als sei innerhalb der Barrierender Stadt nichts vorgefallen, ihren Laus zu stören. Den folgendenMorgen gingen die Leute, wie seit vielen Jahren geschehen, an ihreverschiedenen Geschäfte oder Vergnügen, und Keiner hielt inne, um