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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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Das hättest du doch nur als Mithilfe ihrer Verräthereithuu könne»."

Die Pläne der Eigennützigen kann inan allenfalls crrathcn;nur der Großmüthige und Rechtschaffene vereitelt alle Berechnungen.Wer das gegenwärtige Interesse der Republik zu erkennen vermag,wird Herr ihrer theuerstcn Staatsgeheimnisse; denn sie verfolgt ihreeinmal entworfenen Pläne; es sei denn, daß sie ihr zu theucr zustehen kommen. Was die Mittel anbelangt wie kann's in einemHaushalt, wie dem Ihrigen, daran fehlen, Signor?"

Traute ich doch bewährten Leuten nur."

Don Camillo, in Ihrem Palaste ist kein einziger Diener,Gino allein ausgenommen, den nicht der Senat oder dessen Hel-fershelfer im Solde hätten. Selbst die Gondeliere, die Sic tag-täglich nach ihre» Vcrgnügungsörtern rudern, find mit den Zechinender Republik bestochen. Ja, nicht allein Sie zu bewachen, werdensie bezahlt, sondern auch sich selbst gegenseitig zu belauschen."

Kann das wahr fein!"

Zweifelten Sic je daran, Signor?" fragte Jacopo, als wun-dere ihn des Andern Einfalt.

-' »Ich kannte sie wohl als falsch als Treue heuchelnd, derensie im Geheim spotten; doch glaubte ich nicht, daß sie es wagenkönnten, sich unter meine Diener zu mischen. Durch dieß Unter-graben aller Familiensicherheit wird die menschliche Gesellschaft bisin die Wurzel zerstört."

Sic sprechen wie Jemand, der noch nicht lange verheirathetist, Signor;" sagte der Bravo mit einem hohlen Gelächter.Nacheinem Jahre wissen Sie vielleicht, daß Ihr eigen Weib Ihre ge-heimsten Gedanken für Gold verrathen kann."

Und du dienst ihnen, Jacopo?"

Wer thnt's nicht auf irgend eine, seinen Neigungen angemes-sene Weise? Wir sind nicht Herren des Schicksals, Don Camillo,sonst würde der Herzog von St. Agata seinen Einfluß bei seinem