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Halle berührt, als mehrere Diener die Treppe hinunter schlüpftenund den Palast durch verschiedene Thüreu verließen. Jeder suchteDiejenigen auf, die ihn in Dienst gebracht. Einer floh die engenGaffen der Inseln entlang, um zu Don Gradcnigo's Wohnung zugelangen; ein Anderer suchte dessen Sohn auf; ein Dritter, unbe-kannt mit Dem, der ihm für seine Dienste zahlte, suchte den Ge-schäftsträger Don Camillo's, um ihm Umstände mitzutheilcn, indenen dieser selbst eine so bedeutende Nolle spielte. In solch' einenZustand von Verderbtheit hatte Falschheit und Hinterlist den Haus-halt der schönsten und reichsten Erbin Venedigs versetzt!
Die Gondel lag an den Marmorstufen des Wasserthors, zweiMänner hielten sie fest an den Steinen. Don Camillo übersah miteinem Blick, daß die maskirtcn Gondclicre keine der ihnen von ihmvorgcschriebcnen Vorsichtsmaaßregeln versäumt hatten, und er priesinnerlich ihre Pünktlichkeit! Jeder von ihnen trug ein kurzes Rappicrim Gürtel, und er glaubte, unter den Falten ihrer Gewänder diedamals üblichen, schwerfälligen Fcucrgcwehrc zu bemerken. DieseBeobachtungen wurden gemacht, während der Mönch und Violcttain's Boot traten. Donna Florinde folgte, und Annina wollte dcß-gleichen thun, als Don Camillo sie beim Arm zurückhielt.
„Dein Dienst hat hier ein Ende," lispelte der Bräutigam.„Suche dir eine andere Gebieterin; in Ermangelung einer besserenrathe ich dir, dich Venedig zu weihen."
Bei dieser Unterbrechung sah sich Don Camillo um und be-trachtete einen Augenblick lang die in ehrfurchtsvoller Ferne in derHalle des Palastes versammelte Menge.
„Lebt wohl, meine Freunde!" sagte er; „Diejenigen, die ihrerGebieterin treu sind, sollen nicht vergessen werden."
Er wollte mehr sagen, da fühlte er sich plötzlich und rauh beiden Armen ergriffen. Die beiden Gondclicre am Ufer hatten ihngepackt; während er ihnen sich zu entwinden suchte, schoß Anninaaus einen erhaltenen Wink bei ihm vorbei und in's Boot. Die Ruder