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Bei diese» Worten berührte der Edelmann mit einem Fingerden Griff seines Schwertes, und warf der halb versteinerten Anninaeinen Blick zu, der sehr erfolgreich den AuSrnf, der ihr eben ent-schlüpfen wollte, zurückhielt. Der Mönch schien diese schweigendeVerabredung zu verstehen, denn mit tiefer Stimme begann er dieheilige Messe.
Die Sonderbarkeit ihrer Lage, die wichtigen Folgen der Hand-lung, in der sie begriffen waren, die ausdrucksvolle Würde des Kar-meliters, und die große Gefahr, der sie sich Alle aussetztcn, verbun-den mit der Gewißheit der Strafe, wenn cs vcrrathen ward, daß siecs wagten, dem Willen Venedigs zuwider zu handeln, machteneinen tieferen Eindruck auf ihr Gefühl, als gewöhnlich bei Trauun-gen zu geschehen pflegt. Die jugendliche Violetta zitterte bei jedemTon der feierlichen Stimme des Mönchs, und gegen das Ende derHandlung lehnte sic sich kraftlos an den Arm des Mannes, dem sieso eben ihre Treue verpfändet hatte. Die Angen des Carmclitcrswurden indessen immer belebter, je weiter er in seinem Vortragekam, und, noch lange vor dem Schluß, hatte er sich sogar der Ge-fühle Annina's so bemächtigt, daß er ihre feile Seele in Ehrfurchterhielt. Die Endworte der Trauung wurden gesprochen und derSegen ertheilt.
„Maria, die Reine, wache über dein Glück, meine Tochter,"sagte der Mönch, zum ersten Male in seinem Leben die Stirn derweinenden Braut küssend.— „Herzog von St. Agata, dein Schutz-patron erhöre dich nach Maaßgabe deiner Güte gegen dieß unschul-dige, vertrauungsvolle Kind!"
„Amen! Ha! wir sind nicht zu früh vermählt, meine Vio-letta; ich höre Rudcrschläge."
Ein Blick vom Balcon überzeugte ihn von der Wahrheit seinerWorte und von der Nothwendigkeit, jetzt den entscheidendsten Schrittzu thun. Eine scchsrudrige Gondel, von einer, den Wellen des