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der Beichtenden. Violettn hörte auf zu reden, und die Absolutionward mit warmer Inbrunst, die durch die besonderen Umstände, indenen sich Alle befanden, noch erhöht ward, gesprochen.
Nachdem diese Pflicht erfüllt war, trat der Mönch in die Ka-pelle. Mit fester Hand zündete er die Lichter auf dem Altäre an,und besorgte alles zur Messe Nöthige. Während dem stand DonCamillo an der Seite seiner Geliebten, und lispelte ihr mit derWärme eines triumphirenden und glücklichen Geliebten leise Wortezu. Florinde hielt sich an der Thür, den Ton der Fußtritte imVorzimmer bewachend. Der Mönch trat vor den Eingang der kleinenKapelle und wollte eben sprechen, als Donna Florinda's schnelleSchritte seine Worte aufhieltcn. Kaum hatte Don Camillo Zeit,sich hinter der Draperie eines Fensters zu verbergen, als auch schonAnnina die Thür öffnete und hcrcintrat.
Als die Dirne die Zubereitungen des Altars und des Priestersfeierliches Antlitz fah, trat sie bestürzt eine» Schritt zurück. Dochmit jencrBesonnenheit, welche ihr eben ihre gegenwärtige Anstellungverschafft hatte, sammelte sic ihre Gedanken bald, bekreuzte sichandächtig, und nahm ihren Platz seitwärts, wie Jemand, der seineStellung wohl kennt, aber doch an dem heiligen GottesdiensteTheil zu nehmen wünscht.
„Tochter, Niemand, der diese Messe mit uns beginnt, kann sie,bevor sie geendet ist, verlassen," bemerkte der Mönch.
„Vater, cs ist meine Pflicht, mich in der Nähe meiner Ge-bieterin anfznhalten, und eine Glückseligkeit für mich, ihr in dieserfrühen Morgenandacht nahe zu sein."
Der Mönch war in Verlegenheit; er blickte unentschlossen vonEiner zur Andern, und wollte eben irgend einen Vorwand ersinnen,sich der Ueberlästigen zu entledigen, als Don Camillo mitten in'sZimmer trat.
„Fahren Sie fort, ehrwürdiger Vater," sagte er; „sic istnur noch ein Zeuge meines Glückes mehr."