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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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mit dem Willen meiner Vormünder bekannt bist die Leute draußenwerden dir beistehen."

Das Mädchen zögerte, und ihre wachsamen Beobachter sahenArgwohn und Ungewißheit in der lässigen Art ihres Gehorsams.Sie gehorchte indessen und verließ mit dem Diener, den DonnaViolett« aus dem Vorsaal Herbeigerusen, das Zimmer. So wiedie Thüre geschlossen war, erschien Don Camillo, und die ganzeGruppe der Vier sah sich mit panischem Schrecken an.

Kannst du jetzt noch zögern, Vater?" fragte der Liebende.

Nicht einen Augenblick, sähe ich Mittel, die Flucht zu be-werkstelligen. "

Wie! du willst mich also nicht verlassen!" rief Violetta vollerFreude aus und küßte seine Hände.Und auch du nicht, meinezweite Mutter?"

Keiner," antwortete die Freundin, die wie durch Eingebungdes Mönchs Entschluß begriff.Wir gehen mit dir, meine Liebe,nach dem Schlosse von St. Agata, oder in den Kerker von St.Marcus."

Tugendhafte, heilige Florinde, empfange meinen Dank!" riefdie erleichterte Violetta, ihre Hände mit einem gemischten Gefühlvon Andacht und Dankbarkeit an ihr Herz drückendCamillo,wir erwarten deine Leitung!"

Halt," rief der Mönch,ein Fußtritt in dein Versteck."

Kaum war Camillo ihren Blicken entschwunden, als Anninawieder erschien; nach der unbedeutenden Frage zu urtheilen, die siean ihre Gebieterin hinfichts der Farbe eines Kleides that, war ihrKommen eher einer andern Ursache als diesem Vorwände zuzuschreibcn.

Thue, was du willst, Mädchen," sagte Violetta ungeduldig;du kennst meinen neuen Aufenthalt und wirst am besten beurthei-len können, welches Anzugs ich bedarf. Eile mit deinem Geschäft,damit ich keinen Aufenthalt verursache. Enrico, führe meine neueKammerfrau in die Garderobe."

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