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Es bedarf der großen Vorbereitungen nicht, da es ein Geschäft derRegierung sein wird, alles Benöthigte nach dem Aufenthalt zu sen-den, den eine so erlauchte Dame mit ihrer Gegenwart beehren wird."
„Für meine Person braucht es weniger Vorbereitungen; alleinich fürchte, daß die Dienerzahl, die meinem Stande angemessen ist,zu ihren Einrichtungen mehr Zeit bedürfen wird."
„Edle Dame, diese Verlegenheit hat man voraus gesehen, undum ihr abzuhclfen, hat der Staatsrath beschlossen, Sie mit dereinzigen Diencrin'zu versehen, die Sie während einer so kurzen Ab-wesenheit von der Stadt bedürfen werden."
„Wie, Signor? will mau mich von meinen Leuten trennen?"
„Von den Micthlingeu Ihres Palastes, Dame, um Sie mitSolchen zu umgeben, die Ihnen aus edleren Beweggründen er-geben sind."
„Und meine mütterliche Freundin, — mein geistlicher Rath-geber?"
„Diesen ist erlaubt, während Ihrer Abwesenheit zu ruhen vonihren Pflichten."
Ein Ausruf der Donna Florinde und eine unwillkürliche Be-wegung des Mönchs verrietst ihren beiderseitigen Schmerz. DonnaVioletta unterdrückte mit mächtiger Anstrengung das bittere Gefühlihres verwundeten Herzens, wobei ihr Stolz sie kräftig unterstützte;doch konnte sie eine andere Sorge, die ihre Blicke aussprachen, nichtganz verbergen.
„Erstreckt sich dieß Verbot auch bis aufDiejenige, die gewöhn-lich meine eigene Person bedient?"
„So lauten meine Befehle, Signora."
„Erwartet man, daß Violetta Tiepolo sich diese Dienste selbstleiste?"
„Nein, Signora. Man hat eine höchst liebenswürdige, vor-treffliche Dienerin zu diesem Geschäft erwählt. Annina," fuhr er,
Der Bravo. lg