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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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so schnell zurück, um zu erzählen, daß sie einen Beamten der Re-publik hätte iu den Palast gehen sehen. Es war keine Zeit zu ver-lieren, Dou Camillo mußte vou Neuem sich in die Kapelle verber-gen. Kaum hatte man diese nöthige Vorsicht beobachtet, als dieThüre des Zimmers sich öffnete, und der privilcgirte Bote des Se-nats sich selbst anmeldete. Es war dasselbe Individuum, welchesbei der schrecklichen Execution präfldirt uud die Endschaft der Machtvon Signor Gradenigo angekündigt hatte. Als er in's Zimmertrat, blickte er argwöhnisch im ganzen Zimmer umher; der Kar-meliter zitterte an allen Gliedern, wie sein Blick dem seinigcn be-gegnete. Doch alle unmittelbare Furcht verschwand, als das ge-wöhnliche , schlaue Lächeln, mit dem er seine unangenehmen Mit-thcilungcn zu mildern suchte, die Stelle des momentanen Ausdruckseines ungewissen und ungewohnten Argwohns einnahm.

Edle Dame," sagte er, sich mit der ihrem Range ange-messenen Ehrfurcht verbeugend,aus dem Eifer seines Dienerswerden Sie den Antheil erkennen, den der Senat an ihrer Wohl-fahrt nimmt. Aengstlich besorgt für das Vergnügen und für dieWünsche einer so jungen Dame, hat er beschlossen, Ihnen denGenuß und den Wechsel eines anderen Schauplatzes zu geben, undzwar jetzt in dieser Jahreszeit, wo die Kanäle der Stadt durch ihreWärme und die Menschenmenge, die in der freien Luft lebt, höchstunangenehm werden. Ich bin daher abgesandt worden, Sie zu er-suchen , daß Sie Einrichtungen treffen, wie sic zu einem Aufenthaltvon wenigen Monaten, in einer reineren Atmosphäre, Ihrer Be-quemlichkeit angemessen find, und zwar so eilig als möglich, indemIhre Reise, um Ihnen Ungemächlichkeiten zu ersparen, schon vorSonnenaufgang beginnen soll."

Das ist eine sehr kurze Frist für eine Dame, welche dieWohnung ihrer Ahnen verlassen soll."

St. Marcus' Liebe und väterliche Sorgfalt läßt ihn leereCeremonicn übersehen. So handelt stets der Vater gegen sein Kind.